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Sonntag, 30. November 2008

Radierungen: Minotaurus

Das Thema Minotaurus bleibt. Die Spannung zwischen Stier und Jungfrau ist ein unerschöpfliches Thema. Sechzehn neue Radierungen als Serie und als Farbunikat sind im November 2008 in der Druckwerkstatt von Ernst Nöthe in der Galerie 1740 in Hagen-Berchum entstanden. Hier ausgesuchte Gloger-Werke zum Schnuppern.



Radierungen :: Minotaurus :: 20 x 20 cm auf Blatt 40 x 40 cm.

Die Preise für Radierungen liegen zwischen 180 und 340 Euro je nach Rahmung und Passepartout. Anzusehen im Studio Hartmut F. K. Gloger, Termin vereinbaren unter 02331586044; Sie sind uns in Hagen herzlich willkommen.

Sonntag, 6. April 2008

they crucified me / Bild und Objekt

Über Ostern sind zwei neue Werk entstanden!
Ein Bild auf Leinwand (60 x 80 cm) mit dem Titel "they crucified me" und ein kleines Altar-Objekt "Sie kreuzigten mich" (dreiteilig Abmessungen ca. 60 x 60 cm).



Sonntag, 4. November 2007

Radierungen zum Minotaurus-Thema

Mit mystischen und erotischen Symbolen arbeitet die seit 1995 um den Mythos „Minotaurus“ entstandene Serie in Aquarell und Tusche; seit 1998 zusätzlich ca. 70 Radierungen und 90 Farbunikate unter dem Arbeitstitel „M“.

Weihnachten steht vor der Tür und mein Angebot an Farbradierungen als Unikatausgabe steht für Sie zum Abholen bereit. Der Preis bewegt sich für ein Blatt 20 x 20 cm Bildformat zwischen 180 und 290 Euro, natürlich mit Rahmen und Passepartout.

Anruf genügt mobil: 01607844298 oder vorbeikommen und anschauen im Studio vor Ort in der Elsenbornstr. 3 in D-58093 Hagen/Westfalen.


MYTHOS MINOTAUROS
„Das“ große Thema Hartmut Glogers ist die Gegensätzlichkeit von Zuständen oder Eigenschaften. Die Motive seiner Bildwelten bewegen sich zwischen Extremen und leiten sich aus technischen, künstlerischen und mythologischen Kontexten ab. In seinen großformatigen Gemälden dominiert der Gegensatz zwischen Mensch und Technik.
Die Serie „Minotaurus“ stellt in diesem Zusammenhang eine Besonderheit dar, wenn sie sich auf eine archaische Symbolik und ein zwischenmenschliches Spannungsfeld bezieht. Die Motive werden nicht in der sonst für Gloger typischen, abstrakt-expressiven Mischtechnik entfaltet, sondern im kleinen Format und mit eher graphischen Mitteln wie der (Pinsel-) Zeichnung oder Radierung auf Papier.
Thema ist das Verhältnis von Mann und Frau, repräsentiert in den mythologisch abgeleiteten Bildern von Stier und Jungfrau. Mit diesen Symbolen verweist Gloger auf sein ganz persönliches Erleben und Fühlen, sind sie doch die Sternzeichen von ihm und seiner Ehefrau. Dies bedeutet aber nicht, dass die Serie als Bericht über das Privatleben eines Künstlers verstanden werden soll, sondern lediglich als ein Exempel für etwas, das jeden Menschen in seinem Wesen berührt.
Bei den Radierungen der Minotaurus-Serie trägt Gloger gleichzeitig verschiedene Farbtöne auf die Druckplatte auf. Anders, als bei der klassischen Radierung, bei der
man zur Erstellung mehrfarbiger Drucke mit mehreren Druckplatten arbeitet, wobei jede Druckplatte für einen bestimmten Farbton verwendet wird, entstehen auf diese direkte und frei variierbare Weise Einzelstücke im Sinne eines Originals. Auch hier erscheint auf der rein materiellen Ebene das Thema des Verhältnisses von Besonderem und Allgemeinem. Es dominiert die Linie, die das Verhältnis von Mann und Frau in Form von gehörntem Dreieck und gerundetem, an- und abschwellenden Torso in immer neuen Variationen in Beziehung setzt, untersucht und vorübergehend bestimmt.
Die Methode der „Variation zum Thema“ entspricht der Arbeitsweise, die auch in den anderen, parallel geführten Serien zum Tragen kommt.
Die Besonderheit der Minotaurus-Serie besteht einerseits in der Intimität des Motivs, andererseits zeichnet sie sich durch die Verbindung mit einem allgemein nachvollziehbaren, mythologischen Motiv, das sich durch die historische Entwicklung des Menschen von der archaischen Kunst bis heute erhalten hat, aus. Diese Verbindung von Persönlichem und Allgemeingültigem ist ein Markenzeichen Glogers, das sich im kleinen wie im großen Format wieder finden lässt.
In der Zusammenschau mit anderen Serien des Künstlers wird die Spannung zwischen extrem gegensätzlichen Polen als ein menschliches Grundthema erkennbar, das sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte verfolgen lässt und den Menschen von seinen primitiven Ursprüngen bis in unsere gegenwärtige, technisch hoch entwickelte Zeit prägt.
(Jan-Dirk Schulte, Kunsthistoriker Januar 2004)

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Gloger-Bild "SRG - Neue Freiheit" in der Westfalenpost Hagen

3. Oktober 2007, Westfalenpost Kultur
Über Vertrauen zur erlebbaren Heimat


Der Hagener Künstler Hartmut F. K. Gloger hat dieses großformatige Bild in den Deutschlandfarben "SRG Neue Freiheit" genannt, das er unter dem Eindruck der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr gemalt hat. Foto: A. Thiemann

Hagen. Unter dem unmittelbaren Eindruck der bundesweiten Euphorie während der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr schuf der Hagener Künstler Hartmut F. K. Gloger ein Bild in den Farben Schwarz, Rot, Gold, und er nannte seine Arbeit schlicht "SRG Neue Freiheit".
Abseits jener freude-trunkener Erlebnisse sieht es 18 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung nicht in allen Herzen ganz so glücklich aus.
Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hat gerade ermittelt, dass sich drei Viertel der Ostdeutschen als Bürger zweiter Klasse empfinden. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, dann ginge die Linke zwischen Elbe und Oder mit 31 Prozent als stärkste Partei daraus hervor, die CDU käme auf 25, die SPD auf 22 Prozent. 73 Prozent der West-Deutschen erkennen dagegen keine ostdeutsche Benachteiligung, sie hadern mit dem Solidaritätszuschlag, der ihnen Monat für Monat den vermeintlichen Preis des geeinten Deutschland vor Augen führt.
Immerhin herrscht eine ost-west-überspannende Dankbarkeit über den Fall der Mauer: Nur 19 Prozent aller Deutschen - auf beide Landeshälften gleichmäßig verteilt - wünschen sie sich zurück.
Das Bild von Hartmut Gloger fokussiert das politische wie auch das psychologische Dilemma: Alle sind sich der "Neuen Freiheit" sehr wohl bewusst. Aber gleichzeitig sehen sich viele auch inmitten einer dynamischen Entwicklung, die mitunter für den Einzelnen sogar explosionsartige Prozesse beinhaltet und ihn vom harmonisch zentrierten Einheitsgefühl an die gesellschaftliche Peripherie zu schleudern droht.
"Wir müssen erst einmal schätzen lernen, was uns verbindet", hat Matthias Matussek in seinem Buch "Wir Deutschen" vor einem Jahr angemahnt. Und es hat tatsächlich den Anschein, als wären 18 Jahre dafür noch lange nicht Zeit genug.
Der Philosoph Friedrich Nietzsche (1844 - 1900) hat einmal gesagt: "Das ist deutsch - dass man sich über Deutschland Gedanken macht." Und die junge Autorin Ariadne von Schirach, die mit ihrem Zeitgeist-Buch "Der Tanz um die Lust" für bundesweite Aufregung sorgte, meint lapidar: "Wir sind die Generation der Verwirrten."
Wer vor wenigen Tagen den Fernsehzweiteiler "Die Frau vom Check Point Charlie" sah, hat noch einmal sehr direkt und höchst emotional vor Augen geführt bekommen, aus welcher zeitgeschichtlichen Etappe sich unsere deutsch-deutschen Befindlichkeiten tatsächlich speisen.
Wenn es stimmt, was der Schriftsteller Christian Graf von Krockow in einem seiner Bücher formuliert hat, dass nämlich "Heimat ein Erfahrungsraum der Vertrautheit ist, der in der Kindheit entsteht", dann wird auch nachvollziehbar, dass viele Menschen in unserem Lande - im Osten wie auch im Westen - nach 1989 sehr wohl ein gutes Stück Vertrautheit verloren haben. Die in der Kindheit angelegten politisch-geografischen Koordinaten, ein tief verwurzeltes Feinddenken und andere mitprägende Konstellationen können nicht über Nacht, nicht einmal offensichtlich über 18 Jahre hinweg ausgelöscht und lückenlos ersetzt werden.
Und dennoch liegt gerade in einer Neubesinnung auf den Begriff der Heimat auch eine sehr große Chance. So ist es kein Zufall, dass der Leipziger Philosophie-Professor Christoph Türcke vor einigen Monaten ein Büchlein geschrieben hat, das den programmatischen Titel trägt "Heimat - Eine Rehabilitation" (zu Klampen Verlag). "Zur Heimat gehört, dass sie als solche erlebt wird", meint Prof. Türcke. Und ganz in diesem Sinne fordert auch Graf von Krockow auf, "Heimat zu verstehen, wie sie wirklich ist: konkret in der Vielfalt ihrer Formen."
Es geht darum, im gegenseitigen Vertrauen neue, neuerliche Vertrautheiten aufzubauen. Der Blick zurück birgt die Gefahr des verklärenden Vergessens, der falschen Idealisierung und also der sträflichen Sehnsucht nach einer Idylle, die es in Wahrheit gar nicht gab. Weder im Osten noch im Westen.

Von Andreas Thiemann

Freitag, 27. Juli 2007

all interactiv painting


"ALL INTERACTIV PAINTING" beschreibt im Ansatz die Methode des Herangehens an eine Bildidee und den Prozess der Fertigung. Eine innere Reflektion auf das "Ist-Geschehen im Malvorgang". Der Bezug in der Namensgebung der neuen Gloger-Serie zum in der Technik verwendeten Begriff "All IP" ist gewollt und kommt nicht von ungefähr. Beschreibt doch All IP die Möglichkeit der Sprach und Datenübertragung über das InternetProtocoll, so ist hier in der Kunst eine Adaption des Übertragens von Kommunikation über einen Träger (Bildträger) gemeint.

Freitag, 20. Juli 2007

Bild des Monats August 2007

Bild aus der Serie "Zellenernergie".
Weitere Werke sind in der Ausstellung in der HÜF in Hagen-Halden neben dem ARCADEON vom 20. September 2007 bis 15. März 2008 zu sehen.

Einladungen zur Vernissage am 20. September 2007 sind in Vorbereitung.

Sonntag, 3. Juni 2007

Kunst: Bild des Monats Juni


Für den Juni habe ich ein Aquarell aus der Serie Minotaurus gewählt. Diese Arbeit auf Aquarellkarton ist eine feinfühlige zeichnerische Auseinandersetzung zwischen Jungfrau und Stier und beschreibt das Spannungsfeld zwische Mann und Frau.

Aquarelle in dieser Art sind für 290 Euro ohne Passepartout und Rahmen zu erwerben bei:


Gabriele Hömberg-Gloger, Tel.: 02331 586044

Donnerstag, 22. März 2007

Kunst: Malerei im März 2007


"Der Informelle Anteil in der Malerei von Hartmut F. K. Gloger nimmt zu", das ist die Meinung einiger Besucher die Gloger in seinem Atelier im März besuchten und hier seine neusten Arbeiten in Augenschein nehmen konnten. Abstrakte Auseinandersetzung mit der den Maler umgebenden Gesellschaft und ihrer Ausprägungen in Technik, Kunst und Religion formen den Künstler im ersten Quartal des Jahres 2007.

Informel (frz.: art informel: informelle Kunst) ist eine künstlerische Stilrichtung, die sich 1945/46 in Paris im Rahmen der École de Paris als Gegenpol zur geometrischen Abstraktion bildete. Die informelle Malerei ist die erste Kunstrichtung, die fast die ganze Welt umspannte, denn zeitgleich zum frz. Tachismus entwickelte sich in den USA (New York und Albany ) der Abstrakte Expressionismus, der oft auch als Action Painting bezeichnet wird.
Allen Ausprägungen des Informel ist gemeinsam, dass das Gefühl, die Emotion und die Spontaneität wichtiger sind als Perfektion, Vernunft und Reglementierung. Als Beginn dieser Art von Malerei gelten Kandinskys frühe Improvisationen (jede Farbe drückt ein Gefühl aus).
Die informelle Malerei teilt sich in verschiedene Richtungen - ist also eine Art Sammelbegriff
Das in den USA entstandene Action Painting hauptsächlich vertreten durch Pollock, de Kooning, Gorky und ter Hell.
Der in Europa entstandene Tachismus (Wols, Fautrier), der ähnlich wie das Action Painting den spontanen Schaffensakt dem früher durchkomponierten Bild den Vorzug gab
Die Farbfeldmalerei (Colour Field Painting) geprägt durch die Künstler Newman, Still und Rothko
Art Brut (Rohe Kunst), spontane Bilder angeregt durch Bilder von Kindern oder Geisteskranken vertreten durch die Gruppe CoBrA
Lyrische Abstraktion
Auch in Deutschland spielte die informelle Malerei in den 1950er und 1960er Jahren eine große Rolle. Zu den Vertretern gehören u.a. die Mitglieder der Gruppe CoBrA sowie Hans Hartung und Wols. Vor allem im Ausland bekannt ist der deutsche Künstler Emil Schumacher.
Zu ergänzen sind folgende Künstler des (deutschen) Informel, die, neben Hartung oder Schumacher, von nicht minder internationaler kunsthistorischer Bedeutung sind: Emil Cimiotti, Karl Fred Dahmen, K. O. Götz, Gerhard Hoehme, Hans-Jürgen Schlieker, Bernard Schultze, K.R.H. Sonderborg, Fred Thieler und Hann Trier.
Entscheidend beigetragen zum Import des Informel nach Deutschland hat Hans Platschek zusammen mit dem dänischen Maler Asger Jorn; diese Zusammenarbeit fand hauptsächlich statt aufgrund einer darauffolgenden Initiative des Münchner Galeristen Otto van de Loo; er hat auch nachfolgende Künstlergruppierungen im Sinne der (später weiterentwickelten) Informel-Theorie wesentlich gefördert, als da wären: SPUR und später folgend WIR und Geflecht.

Mittwoch, 14. März 2007

Kunst: Acryl auf Leiwand


Ein echter Gloger im Format 100 x 100 x 4,5 cm, entstanden im März 2007 und noch ohne Titel. Schreiben Sie doch mal, was Sie sehen, was Sie empfinden, was Ihnen zu diesem Werk einfällt. Welche Verbindungen und Gedanken stellen sich ein? So entsteht Ihr individueller Titel zu diesem Bild! Nur Mut, meine Kunst ist offen für Ihre Meinung. Ich freue mich auf den Dialog mit Ihnen.






Dienstag, 6. März 2007

Kunst: Rosa Rot

Acryl-, Oel- und Dispersionsfarben sind die verwendeten Materialien auf einer Leinwand 100 x 100 x 4,5 cm. Strukturen im Mittel- und Hintergrund prägen die Ansicht und gestalten die Aussage im Verborgenen.

Erstellt von Hartmut F. K. Gloger im Februar 2007. Preis auf Anfrage!
mehr... www.gloger-kunst.de

Kunst: Bild des Monats


Für das Bild des Monats März 2007 - das Sie auf der Rechten Seite des Blogs Gloger-Community sehen - habe ich dieses Mal eine Zeichnung aus den 90er Jahren ausgewählt.

Einige der dort zu sehenden Element haben sich in der Folgezeit in meinen Bildern verfestigt und tauchen immer wieder in leicht veränderten Varianten wieder auf.

Freitag, 23. Februar 2007

Kunst: Zurück zu den Wurzeln


Eine echte Gemeinschaftsarbeit der Maler
Jan-Dirk Schulte und Hartmut F. K. Gloger
aus dem Jahr 1997, Größe 21 x 30 cm,
Mischtechnik auf Aquarell-Papier.

Dienstag, 20. Februar 2007

Kunst: Bild vollständig!!


Aryl auf Leinwand 100 x 100 x 4 cm und gerade fertig geworden. Für alle die sich den Strömen des Lebens nicht entziehen können ist das Thema der Kommunikation mit der Frage: "Welche Signale sende ich?" und "Welche Signale erhält mein Gegenüber?" immer wieder neu zu stellen.
Kann Malerei Antwort geben?
Der Künstler kann zumindest das Thema aufgreifen und in einen neuen Zusammenhang stellen. Sehen Sie selbst.
Vergleichen Sie hierzu das Bild vom 3. Februar 2007 in Gloger-Community oder unter Labels: Bild auf dieser Seite rechts.

Freitag, 16. Februar 2007

Kultur: Sehen




IfKom-Diskussionsforum
Sehen und Erkennen in Kunst und Wirklichkeit

Das Sehen ist die Wahrnehmung von Objekten auf Grund von Reizungen durch Lichtstrahlen, die von Objekten ausgesandt, gebeugt oder reflektiert werden. Es werden verschiedene Qualitäten der visuellen Wahrnehmung unterschieden: Sehschärfe, Gesichtsfeld, Farbsehen, Kontrastwahrnehmung, Dunkelanpassung, räumliche Wahrnehmung und Bewegungssehen.

Das reine physikalische Sehen transportiert eine Bildinformation auf die hintere Wand des Auges - auf die Netzhaut. Von dort werden die Reize durch physische und chemische Vorgänge an das Gehirn weitergegeben. Erst die Erfahrung mit dem Gesehenen über einen Zeitraum, und die Konsequenzen im Zusammenspiel mit dem durch das Bild Begreifbaren, ermöglicht dem Denkenden ein Erkennen durch Kombination. Oder anders gesagt:„Erkennen beruht auf expliziten Lernprozessen, das sind solche, in denen bereits Erlebtes miteinander assoziiert wird.“

Bilder und Objekte in der Kunst werden durch das Sehen wahrgenommen und durch unsere eigenen Erfahrungen mit dem Bewusstsein jedes Einzelnen erkannt. Was und in welcher Weise etwas erkannt wird oder erkennbar wird ist eine höchst individuelle Leistung. Farbe und Form, Lichtgestaltung und geplante Effekte verschleiern den Inhalt einer Bildinformation oder tragen mit Absicht zum Erkennen bei.
Unsere multimediale Ist-Zeit überschwemmt unsere Sinne zu jeder Zeit des Tages mit bunten immer wieder neuen und wechselnden Bild-Informationen. Die Bildinfluenz bewegt sich zwischen morgendlicher Tageszeitung und abendlicher Internetwelt. Bildwerke und Bild-Erlebnisse für die in der Vergangenheit weite Reisen in Kauf genommen wurden sind heute über das Buch oder das World Wide Web für jeden zugänglich. Wird das Bild eines Tages das geschrieben Wort verdrängen?
Leiden wir bereits an einer Reizüberflutung durch Bilder und wie nehmen wir Gesehenes heute in unser Denken und Handeln auf? Ich denke das sind spannende Fragen!
Können wir zu jeder Zeit Wahrheit und Lüge in einer Bildinformation herauskristallisieren? Hier ein aktuelles Beispiel aus der TV-Werbung eines Internet-Providers. Zwei Bilder werden dem Rezipienten zugespielt die in seinem Gehirn zu einer Information zusammenschmelzen. Erste Information DSL 6000, zweite Information ein Preis von 19,99 €. Wir kombinieren DSL 6000 kostet 19,99 €! Fehlanzeige. Der DSL 1000 kostet 19,99 € und kann bis zu einem DSL 6000 aufgestockt werden. Das erfährt der Kunde erst im Laden des Werbetreibenden. Und wer schon mal angebissen hat schluckt auch den Happen.

Aber zurück zur Kunst und zur Bildbetrachtung:
In der Globalauswertung der hier gezeigten Zeichnung Minotaurus, konzentriert sich der Betrachter darauf einen Gesamteindruck der Szene zu gewinnen. Farbinformation, Formen und Lichtgestaltung werden analysiert und mit dem Titel des Bildes verglichen. Ist das zu Vermutende zu Erkennen?
Als nächstes erfolgt die Detailauswertung und die im einzelnen und genauen hinsehen erworbenen Informationen werden mit den vorhergehenden aus der Globlauswertung verglichen und gegebenenfalls ergänzt oder revidiert. Hier wird auch zwischen dem Farbauftrag im Vordergrund und der Zeichnung im Hintergrund unterschieden. Finden Sie die Bildinformationen die über die Geschlechter Auskunft geben und suchen Sie den Stier und die Jungfrau!
Erst in dieser Phase - in der elobrativen Auswertung - wird die visuelle Wahrnehmung übersetzt und individuell zu einem mentalen Modell zusammengebaut. Auswahl und Reihenfolge der berücksichtigten Details werden durch Übung und Erfahrung optimiert. Hier tritt die individuelle Neigung des Rezipienten zu Tage und eine Frau sieht sicherlich anderes als der Mann.
Mehr über das mentale Modell ist in der Literatur unter dem Stichwort Wahrnehmungspsychologie zu erfahren.

Ihre persönliche Wahrnehmungen beim Lesen dieses Artikels und bei der Betrachtung der Zeichnung können Sie dem Künstler und Autor Hartmut F. K. Gloger über E-Mail: info@gloger-kunst.de mitteilen. Mehr finden Sie unter http://www.gloger-kunst.de/; Leserbriefe und Kommentare zum Thema: Sehen und Erkennen in Kunst und Wirklichkeit, werden veröffentlicht.

erschienen in der Zeitschrift für Kommunikation, NET, 1/2/2007

Freitag, 9. Februar 2007

Kunst: Anfang





Hier eine Zeichnung aus dem Jahr 1970. Heute surfen Sie mit mir in die Vergangenheit, in die Anfänge meiner Malerei.
Was bis heute zu sehen ist unter: www.gloger-kunst.de

Samstag, 3. Februar 2007

Kunst: Bild vollendet!


Puh geschafft, wieder mal ein Bild (100 cm x 100 cm, Acylfarben auf Leinwand) fertiggestellt. Der Künstler ist mal wieder fleißig gewesen und hat in einer Nacht- und Nebelaktion am Wochenende eines seiner Werke abgeschlossen. Gern biete ich die Gelegeheit zum Schauen vor Ort an. Anruf genügt mobil: 01607844298; hier im www kommen die Farben doch nie so orginal rüber.

mehr unter ... www.gloger-kunst.de

Bild der Woche 43 - Nowhere Man

Nowhere Man Acryl und Tusche auf Leinwand, 120 x 100 cm, Preis: 1.900,- Euro                                       Nowhere Man
 Einzelbild I...

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Quelle: Juraforum.de

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