Zu Gast bei dem Finnentroper Bildhauer und Objektkünstler Alexander W. Hoffmann

Alexander W. Hoffmann lebt wie kein anderer die Begriffe Hand, Objekt und Kunst

Hand

Es ist die Hand, die die erste Schnitzerei der Jugend in den Haselnussstock treibt und es ist die Hand, die Werkzeuge und Maschinen einsetzen, um den bevorzugten Werkstoff Holz in die gewünschte Form zu bringen. Es ist auch die Hand, die dem Auge dient und das erspähte Fundstück aufhebt und es ist dieselbe Hand, die nach Vollendung der Arbeit zufrieden über die Oberfläche gleitet um dem Objekt den Segen zu geben. Immer wieder ist es die Hand - wenn gleich auch angetrieben vom Gedanken - die es richten muss.

Objekt

Die Objekte Hoffmanns sind vielschichtig wie eine Multiplexplatte und raumgreifend wie ein sich aufblasender Ballon. Regionale Maler, Bildhauer und Karikaturisten standen an der Wiege der ersten Arbeiten, die schon früh die Ironie und die Gedankensprünge in den Objekten des Künstlers zeigen. Aber immer geht dem Werk das Material voraus. Ob es Fundsachen sind die noch keiner Bestimmung unterliegen oder ob es speziell für ein Objekt hergestellte Teilstücke sind; es ist stets die Auseinandersetzung mit der Idee und dem Material die Hoffmann zu ungeahnten und zum Teil skurrilen und wundersam anmutenden Objekten treibt.

Kunst

Innerlich berührt und von einer Idee beseelt kann es Monate dauern bis dieser Zustand über eine Aussage zum Objekt und somit zur Kunst heranreift. Immer wieder findet Hoffmann das eine Ziel, dass seine persönliche Ansicht einer gesellschaftlichen Situation mit den träumerischen Visionen seiner Materialwelten vereint. Der Auslöser kann durchaus in einer aktuellen Nachricht liegen oder aber aus einer lang herangereiften Meinung resultieren. Hoffmanns Kunst ist nie profan und bringt den Betrachtenden zum Danken und Nachdenken. Seine Objekte berühren und könnten berührt werden. Beides ist - da es sich um hochwertige Kunst handelt -immer mit einem gewissen Abstand und mit Vorsicht zu genießen.

Hartmut Gloger, Diplom-Kulturmanager

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