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Kulturtipp: Bettina Meyer und Rolf Schanko

Die bildhauerischen Arbeiten von Bettina Meyer zitieren unzweifelhaft die klassische Moderne und sind doch ganz bei sich auf eine Art, die nichts mit Apropriation zu tun hat. Sie verwendet Ton, Plastilin, Gips, lässt Bronzen gießen, mitunter werden diese hochglänzend poliert. Bettina Meyer verwandelt sich selbst und ihre Arbeit den Vorbildern an, sie arbeitet entlang deren erkennbarer Linie und greift, Ihre eigene Körperlichkeit einbringend, nach deren Resonanzen.
Rolf Schankos Beitrag zum Dialog ist ein kleiner Querschnitt seiner Malerei durch verschiedene Werkphasen, in denen eine sensorische Wahrnehmung durch den Körper augenscheinlich wird: als ein malendes Zugehen auf ein Thema, als dessen skripturales Notat und schließlich als eine mit dem Körper erlebte und dann “auswendig gelernte" Präsenz.
Beide, die Bildhauerin und der Maler, haben in Peter Sloterdijk einen “Nenner", der in seiner Kritik der zynischen Vernunft sagt, "dass alles Gestalt hat und jede Gestalt meh…